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So kommt Ihr Vierbeiner gut durch die kalte Jahreszeit

Dezember 2010 - Dr. Silvia Knof, Tierarztpraxis, Schmitten im Taunus

Weitere Themen:
Informationen zu Reiseerkrankungen beim Hund
Sommernachrichten über Hund und Katze.

Freuen sich Ihr Hund oder Ihre Katze wie ein Schneekönig, wenn es nach draußen in die weiße Pracht geht? Oder schauen sie mit vorwurfsvollem Blick und stemmen alle vier Pfoten gegen den Türrahmen?
Egal, ob Naturbursche oder "ich bleibe lieber hinter dem Ofen sitzen – Seelchen" – der Winter ist gekommen.
Normalerweise schützt das Fell bei jeder Witterung, Mäntelchen oder Pullover sind in der Regel unnötig. Ausnahmen gibt es bei besonders dünnfelligen Hunden ohne ausreichende Unterhautfettschicht. Diese Hunde brauchen bei nasskaltem Wetter einen zusätzlichen Schutz.

Für alle gilt: Draußen immer in Bewegung bleiben und sich nicht lange auf den eisigen Boden setzen. Kurzbeinige Rassen können sich auf langen Spaziergängen erkälten oder eine Blasenentzündung bekommen. Mit empfindlichen Hunden machen sie im Winter lieber viele kurze Spaziergänge, damit die Tiere nicht auskühlen.

Langes Haar zwischen den Pfotenballen soll vorsichtig bis auf Ballenniveau geschnitten werden, damit sich kein Eis festsetzen kann. Zusätzlich können Sie die Ballen mit Vaseline oder Melkfett einreiben, das schützt vor Streusalz und die Ballen bleiben geschmeidig.
Sind die Pfoten durch Streusalz wund gelaufen, dann helfen "Booties", Schutzschuhe wie man sie aus dem Schlittenhundesport kennt.

Achten Sie darauf, dass Ihr Hund beim Spielen im Schnee nicht zu viel von der weißen Masse futtert. Sowohl sauberer, aber insbesondere durch Streusalz verunreinigter Schnee kann zu Magenschleimhaut- und Darmproblemen führen mit Erbrechen und Durchfall.

Apportierspiele sollten nicht zu lange ausgedehnt werden, das heißgeliebte Stöckchenschleppen ist immer problematisch und hat im Winter neben der Gefahr von Halsentzündungen noch ein zusätzliches Risiko: Tiergefrorene Stöckchen splittern schneller und können zu Verletzungen führen. Vorsicht auch bei Glatteis! Langsam gehen, den Hund nicht rennen lassen, sonst kann es wie beim Menschen zu Bänderdehnungen, Kreuzbandrissen oder sogar Knochenbrüchen kommen.

Nach dem Spaziergang sollten Sie Ihren Hund gut abtrocknen, damit er sich nicht erkältet. Katzen übernehmen diesen Job gerne selbst, was manchmal dazu führt, dass sie bei dieser "Körperwäsche" Streusalzreste mit ablecken.
Daher: Familien mit tierischem Anhang: bitte kein Streusalz verwenden!

Erkältungen äußern sich wie beim Menschen durch Schlappheit, Nasenausfluss oder Husten. Wird der Ausfluss eitrig oder tritt sogar Fieber auf, sollten Sie zum Tierarzt gehen.
Die normale Körpertemperatur von Hund und Katze liegt zwischen 38,0 und 39,0 Grad C.

Machen Sie Ihren Liebling winterfest!
Viel Bewegung, gutes Futter und richtige Pflege sorgen dafür, dass Ihr 4-beiniger Freund auch im Winter fit bleibt.

Zwei Hunde Leo Hund

Dr. Silvia Knof
Tierarztpraxis, Schmitten i/Ts.

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Zuletzt aktualisiert am: 05.11.2016
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